Titelkarte „Das 5. Jahrhundert“ (Untergang Roms) mit dem Logo der Gemeinde Christi Kelkheim

Die Geschichte des Christentums: Das 5. Jahrhundert – Untergang Roms und Festigung der Lehre

Frühe Kirche: Vortrag aus der Reihe „Kirchengeschichte“ · Dauer: ca. 25 Minuten

Die Kirche außerhalb des Römischen Reiches

Die Folge weitet den Blick: Auch außerhalb des Reiches gab es lebendige Gemeinden, etwa die äthiopische Kirche im Reich von Aksum, die syrische Kirche in Edessa, die Kirche des Ostens im persischen Reich bis nach Indien und China und in Armenien den ersten christlichen Staat um 300. Im Norden kamen die germanischen Stämme mit dem Christentum in Berührung, viele von ihnen in arianischer Form. Irland erreichte das Christentum durch Patrick.

Zu Beginn blickt die Folge zurück: 313 endet die Verfolgung, 381 wird das Christentum Staatskirche, und im vierten Jahrhundert beginnt das Mönchtum.

Der Zerfall des Westreiches

Nach dem Tod von Kaiser Theodosius wird das Reich 395 geteilt. Die Westgoten plündern 410 Rom, die Vandalen erobern 439 Karthago, die Hunnen unter Attila fallen 452 in Italien ein. Zwischen 476 und 480 endet das Weströmische Reich. Heiden machen die Christen für die Schwäche verantwortlich.

In dieser Lücke gewinnt die Kirche in Rom an Einfluss. Die Folge schildert, wie Bischof Leo I. in den Rang einer überregionalen Autorität hineinwächst und Matthäus 16,18–19 zunehmend auf die Nachfolger des Petrus bezogen wird. Sie hält fest, dass das Neue Testament Petrus nirgends als Bischof von Rom bezeichnet.

Wer ist Jesus Christus?

Im fünften Jahrhundert geht es um die Natur Christi. Der Pelagianismus behauptete, der Mensch könne sich durch eigene Anstrengung retten. Augustinus widersprach ihm, und ein Konzil in Karthago 418 bekräftigte die Lehre von der Erbsünde. Danach lehrte Nestorius, Jesus sei bei seiner Geburt nur Mensch gewesen. Das Konzil von Ephesus wies das zurück, bestätigte den Titel „Gottesgebärerin“ für Maria und stellte zugleich klar, dass sie nicht göttlich ist.

Das Konzil von Chalcedon 451 fasste zusammen: Jesus Christus ist eine Person in zwei Naturen, wahrer Gott und wahrer Mensch. Zusammen mit Nicäa ergibt das das Bild der Dreieinigkeit, das die meisten Christen bis heute teilen. Die Entscheidungen führten aber auch zu Spaltungen, die zum Teil erst im 20. Jahrhundert überwunden wurden.

Kurz zusammengefasst

  • Das Weströmische Reich zerfällt, die Kirche bleibt und gewinnt an Macht.
  • Nach 500 Jahren steht die Lehre von der Dreieinigkeit und den zwei Naturen Christi.
  • Der Blick auf die Kirche außerhalb Roms zeigt, wie vielfältig das frühe Christentum war.

Weiterlesen und -hören


Kommentare

Schreibe einen Kommentar