Predigt über Johannes 11,47–53 · Dauer: ca. 15 Minuten
Worum es in der Predigt geht
Es gibt Momente, in denen ein Plan zusammenbricht und nicht wir, sondern die Angst der Regisseur unserer Entscheidungen ist. Johannes 11 erzählt von einer ähnlichen Lage: Jesus hat gerade Lazarus auferweckt, ein Zeichen, das Hoffnung geben sollte. Im Hohen Rat löst es das Gegenteil aus – keine Freude, sondern die Frage: Was bedeutet das für uns?
Die Ratsherren schauen nicht auf Gott, sondern auf ihre Macht und ihre Sicherheit. Unter der römischen Besatzung fürchten sie Unruhen und den Verlust ihrer Privilegien. Kajaphas sagt, es sei besser, dass ein Mensch für das Volk stirbt, als dass das ganze Volk zugrunde geht. Diese Logik des „geringeren Übels“ und des Sündenbocks kennen wir auch aus dem Alltag.
Gott handelt trotzdem
Was Menschen aus Angst beschließen, wird zum Ort von Gottes Liebe: Jesus soll sterben, damit alle leben und die verstreuten Kinder Gottes zusammengeführt werden – über das jüdische Volk hinaus, „eine Herde und ein Hirte“ (Johannes 10,16). Die Predigt fragt: Wo lasse ich mich von Angst bestimmen? Wo vertraue ich eher auf meine eigene Berechnung als auf Gott? Die gute Nachricht: Gott bleibt treu, auch wenn wir es nicht immer sind.
Kurz zusammengefasst
- Angst kann zum Regisseur unserer Entscheidungen werden.
- Gott führt seinen Plan auch durch menschliche Fehlentscheidungen weiter.
- Gottes Liebe ist größer als unsere Angst.
Weiterlesen und -hören
- Jesus wird verhaftet: Warum Johannes zeigt, dass Christus die Kontrolle behält (Johannes 18,1–14) – Jesus behält die Kontrolle
- Was hat das Hanukkah-Fest mit Johannes 10,22–39 zu tun? – Hanukkah, der gute Hirte und Vertrauen
- Ostern: Was sucht ihr den Lebendigen bei den Toten? – Auferstehung Jesu – Ostern und die Auferstehung
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